Daytrading und Steuern - kein leichtes GebietWahrscheinlich zahlt niemand sonderlich gerne seine Steuern. Wer jedoch einen anständigen Verdienst hat, muss horrende Summen an das Finanzamt überweisen, kann nicht darüber entscheiden wie das Geld eingesetzt wird und hört auch nie wieder davon. Besonders in Zeiten der inteniven Steuerverschwendung machen sich viele Menschen darüber Gedanken, wie sie ihre eigene Steuerlast senken können. Die deutschen Steuergesetze sind jedoch sehr undurchsichtig und für den Laien nicht zu verstehen. Ein Steuerberater kostet viel Geld und so stecken viele lieber den Kopf in den Sand und zahlen brav ihre Steuern. Auch Daytrader müssen ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten, doch wie genau funktioniert das? Wie Daytrading Steuern abgeführt werden kann teilweise sehr unterschiedlich sein.

So zahlen Angestellte ihre Steuern

Wer bei einem Unternehmen angestellt ist, kommt um einen monatlich stattfindenden Steuerabzug nicht umher. Die Einkommenssteuer wird direkt an den Fiskus abgeführt und ihre Höhe hängt von dem erzielten Verdienst ab. Je größer das Einkommen, desto höher die Einkommenssteuer. Die starken Schultern der Gesellschaft sollen ein größeres Gewicht tragen. Mit der jährlichen Steuererklärung haben Angestellte die Chance sich einen Teil ihrer gezahlten Steuergelder zurückzuholen, wenn sie steuermindernde Ausgaben hatten.

Daytrading Steuern werden anders abgeführt

Entscheidet man sich für ein Leben als Daytrader, sieht die Steuerrealität vollkommen anders aus. Da man nicht eine festgelegte Menge an Zeit gegen sein Gehalt tauscht, sondern mit Kapital handelt, ist man von der Einkommenssteuer befreit. Stattdessen ist man dazu verpflichtet die Abgeltungssteuer zu zahlen. Dies ist besonders für Profis besonders attraktiv, da diese nicht progressiv ist, also nicht mit steigendem Einkommen erhöht wird, sondern fix bei 25% liegt. Dies ist der Grund dafür, dass Trader häufig deutlich weniger Steuern zahlen müssen als Angestellte. Dies ist besonders unter Vielverdienern der Fall.
Amateure die noch ein geringes Tradingeinkommen erzielen, müssen nicht unbedingt die vollen 25% Abgeltungssteuer zahlen. Zunächst gilt der persönliche Steuersatz. Liegt dieser unter 25%, so ist dies der zu zahlende Steuersatz.

Daytrading Steuern bei inländischen Brokern

Wer sich für einen deutschen Broker entscheidet, muss sich um die Abgeltungssteuer Die Abgeltungssteuer ist eine gute Regelung für Daytraderkeine Gedanken machen. Die Anbieter sind verpflichtet diese automatisch abzuführen. Dies geschieht ohne dein Zutun und der Broker kümmert sich um diese Angelegenheit. Jeder Mensch hat einen abgeltungssteuerfreien Betrag in Höhe von 801€ im Jahr. Damit du diesen nicht nachträglich über deine Steuererklärung geltend machen musst, kannst du deinem Broker einen Freistellungsauftrag senden. Damit weiß er, dass dein Freibetrag bei ihm und nicht bei einem anderen Anbieter ausgeschöpft werden soll.

Wer das Daytrading hauptberuflich betreibt und keinerlei andere Einkünfte erzielt heißt das, dass ein Gewinn von circa 9.000€ im Jahr keine Steuern gezahlt werden müssen. Erst wenn ein Jahresgewinn von 70.000€ erzielt wird, müssen die vollen 25% Abgeltungssteuer gezahlt werden.

Versteuert werden müssen selbstverständlich nur die Gewinne. Falls du also im ersten halben Jahr einen Gewinn von 150.000€ erzielst, im zweiten Halbjahr aber 100.000€ Verlust einfährst, müssen lediglich 50.000€ versteuert werden. Verrechnet man Verluste muss jedoch darauf geachtet werden, dass beispielsweise Verluste aus Devisengeschäften nicht mit Gewinnen aus festverzinsten Anlagen verrechnet werden können. Gibt es so keine Möglichkeit de Verluste abzusetzen, können sie mit in das nächste Jahr genommen werden.

Entscheide dich jetzt für einen seriösen deutschen Broker!

Ausländische Broker und die Daytrading Steuer

Wer sich für einen ausländischen Broker entschieden hat, muss selbst dafür sorgen, dass die Abgeltungssteuer abgeführt wird. Ob der Broker im Ausland oder Inland sitzt, ist für den deutschen Fiskus vollkommen irrelevant. Der Anbieter hat lediglich nicht die Pflicht die Abgeltungssteuer sofort abzuführen. Dies ist für den Trader ein großer Vorteil. Er muss erst nachdem das Kalenderjahr vorüber ist seine Steuern zahlen und hat demnach die ganze Zeit ein höheres Kapital zur Verfügung. Wer eine positive Rendite erzielt, kann es also noch gewinnbringend einsetzen bevor es an das Finanzamt geht.

Eine Steuererklärung ist für im Ausland agierende Trader Pflicht. Sollten im Aufenthaltsland des Brokers Steuern entrichtet werden, können diese vom Gewinn abgezogen werden.

Jetzt ein Konto bei einem ausländischen Broker eröffnen und Bonus sichern!

4 Kommentare “Daytrading Steuern 2016 – das wusstest du noch nicht!

  1. Avatar for ForexChef.de Franz P sagt:

    Hallo,
    vielen Dank erstmal dafür dass sie diese Artikel verfasst haben, denn die ist gerade das Thema was mich interesiert. Wenn ich ein liveKonto bei einem Ausländischen broker mir erstelle und keinen weiteren Verdienst habeund in den ersten 3 Monaten 3000 Euro verdiene in den nächsten 3 monaten das selbe und danach 4000 euro Verdiene .wäre dies ein gewinn von 10000 Euro , aber wenn in den letzten drei monaten 2000 euro minus mache und mir 1000 auszahlen lasse muss ich auf die 8k Die 25Prozent steuern zahlen?

    1. Avatar for ForexChef.de ForexChef.de sagt:

      Hallo,

      entscheidend ist wie viel Geld am Ende des Jahres unterm Strich erwirtschaftet wurde.
      In dem Beispiel wären das: 3.000 + 3.000 + 4.000 – 2.000 = 8.000.
      Damit wurde weniger verdient als der Steuerfreibetrag zulässt und es muss keine Abgeltungssteuer gezahlt werden.

  2. Avatar for ForexChef.de Ilo sagt:

    Ist es möglich die gezahlten Gebühren (spread) geltend zu machen? Gibt es quasi die Möglichkeit die noch gegen meine Gewinne zu rechnen?

  3. Avatar for ForexChef.de Shorty sagt:

    Das wäre auch meine Frage. Wenn der Broker Gebühren pro Lot verlangt, muss ich diese von meinem Gewinn bezahlen oder kann ich sie mit dem Gewinn gegenrechnen?

    Gruß Shorty

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.