Jede Währung kann in eine andere gewechselt werdenForex ist die Abkürzung für Foreign Exchange Market und bedeutet nichts anderes als Devisenmarkt. Um mit Devisen handeln zu können, benötigt man natürlich einen Überblick über die geläufigen Termina, damit man auch weiss was gemeint ist, wenn von Pip’s oder Assets die Rede ist. Die im Tradingbereich üblichen Begriffe müssen sitzen und vertraut sein und sollte doch einmal etwas unklar sein, dann hilft die folgende Zusammenstellung der wichtigsten Begriffe im Themenbereich Forex weiter.

Das Währungspaar und sein Preis

Der wichtigste Begriff beim Forex Trading ist das sogenannte Währungspaar. Handelt man mit verschiedenen Gütern, zum Beispiel mit Öl, so wird der Preis pro Fass angegeben. Würde man mit Gold handeln, so bezöge sich der Preis jeweils auf eine Unze.

Auch das Forex Trading kennt diesen einen Preis für Devisen, allerdings bezieht sich der Preis hier auf zwei verschiedenen Währungen, dem sogenannten Währungspaar.
Warum es nun genau diesen einen Preis für ein Währungspaar gibt, wird im folgenden ausführlich erklärt.

Das Währungspaar

Werden Währungen gekauft und verkauft, wird mit ihnen gehandelt. Eine Währung wird immer in Relation zu einer anderen Währung gehandelt, was bedeutet, dass beispielsweise ein Euro einen Gegenwert in einer anderen Währung hat und mit diesem Gegenwert wird der Euro dann gekauft.
Möchte man den Euro kaufen, so muss man dafür einen bestimmten Betrag an US Dollars bezahlen. So ergibt sich ein Währungspaar, welches man als EUR/USD bezeichnet.

Die Bezeichnung der Währungspaare ist hierbei vorgegeben, das Währungspaar Euro und Dollar wird immer mit EUR/USD abgekürzt und nicht etwa mit USD/EUR. Beträgt der Preis für das Währungspaar EUR/USD 1,40, so bedeutet dies, dass man 1,40 US Dollar für den Kauf eines Euros bezahlen muss.

Wer international handelt hat mit vielen Währungen zutunOder um es anders auszudrücken:
Der Wechselkurs des Währungspaares EUR/USD setzt sich zusammen aus der Menge der Einheiten der zweiten Währung, die nötig sind, um eine Einheit der ersten Währung des Währungspaares zu erhalten.
Der Wechselkurs 1,40 vom Währungspaar EUR/USD bezeichnet also nichts anderes, als dass 1,40 US Dollar aufgewendet werden müssen, um einen Euro zu kaufen.

Würde der US Dollar hingegen stärker werden, so würde man weniger Einheiten davon benötigen um einen Euro zu kaufen, beziehungsweise erhält mehr Euros zum selben Preis.

Wenn der US Dollar stärker ist und zum Währungspaar gehört, so wird der Preis des Währungspaares EUR/USD geringer.

Fällt der Preis vom Währungspaar EUR/USD auf 1,30 so ist der Dollar gegenüber dem Euro stärker geworden und der Euro ist im Umkehrschluss natürlich schwächer.
Für jeden Euro den man nun kaufen möchte, müssen 1,30 US Dollar bezahlt werden.

Um ein Währungspaar zu handeln, benötigt man zunächst keine der beiden Währungen im Währungspaar. Man kann beispielsweise mit britischen Pfund anfangen, und damit das Paar EUR/USD kaufen. Die britischen Pfund werden dabei automatisch in US Dollar gewechselt, mit denen man dann wiederum Euros kaufen kann.

Ein Währungspaar setzt sich immer aus der Basiswährung und der Kurswährung zusammen.
Die Basis bildet hierbei immer die an erster Stelle stehende Währung des Währungspaarens und die Währung, welche an zweiter Stelle steht, ist die sogenannte Kurswährung. Diese Kurswährung beziffert den Betrag, den man aufwenden muss, um die Kurswährung gegen die Basiswährung einzutauschen.

Pips – Die Kursbewegungen der Währungen

Selbst wenige Pips Unterschied können große Profite oder Verluste bringenWer sich dem Forex Trading widmet, wird an den sogenannten “Pips” nicht vorbeikommen. Worum es sich dabei genau handelt wird im Folgenden erklärt.
Der Pip – Percentage in Point – gibt generell an, um wieviel sich ein betreffender Kurs verändert hat und ist daher als Maßeinheit anzusehen.
Geht man beispielsweise von einem Wechselkurs von 1,57 für das Währungspaar Britische Pfund und US Dollar, also GBP/USD aus, so hat dieser Betrag zwei Nachkommastellen.
Im Devisenhandel wird dieser Betrag jedoch als 1,5700 angegeben und die letzte Zahl – also in dem Fall die 0 – ist der Pip. Kommt der Wechselkurs in Bewegung, so erkennt man das daran, dass der Wert des Währungspaares nun vielleicht auf 1,5701 gestiegen ist. Man spricht in so einem Fall davon, dass sich der Pip bewegt hat.
Ein Händler im Forex-Bereich, misst Erfolg und Misserfolg in der Angabe von Pips. Steigt der Pip von beispielsweise 1,5700 für das Währungspaar GBP/USD auf 1,5760, so bedeutet dies, dass der Kurs um 60 Pips gestiegen ist und der Händler mit dem Handel 60 Pips Gewinn eingefahren hat.

Die Pipette Number

Wenn einem Devisenhändler vier Nachkommastellen nicht ausreichen, so hat er die Möglichkeit den Kurs um eine fünfte Nachkommastelle zu erweitern – der sogenannten Fractional Pip oder auch Pipette. Ein Trader würde also den Kurs von GBP/USD – um bei unserem Beispiel zu bleiben – mit 1,57000 beziffern. Diese Aufschlüsselung bis hin zur Pipette Number ist auf vielen Handelsplattformen der Fall und stellt nichts ungewöhnliches dar.

Die Ausnahme der japanische Währungspaare

Da japanische Währungspaare gegenüber anderen Währungen weniger Wert sind, stellen sie einen Sonderfall dar. Hier gibt man schon die zweite Nachkommastelle als Pip an. Der Wechselkurs USD/JPY könnte also einen Wert von 77,084 besitzen, was bedeuten würde, dass die Zahl 8 der Pip ist und die Zahl 4 die Pipette Number.

Spread – die Kosten des Forex Tradings

Der Begriff Spread ist relativ einfach erklärt. Unter diesem Begriff fasst man ganz allgemein die Gebühr für den Broker zusammen, die dieser für die Bearbeitung eines Handels berechnet.
Möchte man ein Währungspaar, welches beispielsweise einen Wechselkurs von 1,3000 aufweist kaufen, so wird der Broker dafür von seinem Kunden für das Wechselpaar 1,3001 berechnen und hat damit einen Pip Gewinn gemacht. Möchte man hingegen das Währungspaar mit dem Wechselkurs 1,3000 an einen Broker verkaufen, so wird dieser beispielsweise nur 1,2999 bezahlen, um auch hier wieder einen Pip Gewinn zu erzielen.
Diese Differenz von insgesamt 2 Pips, die zwischen den Wechselkursen von 1,2999 und 1,3001 liegt,bezeichnet man nun als Spread. Vereinfacht ausgedrückt besteht die Differenz aus dem Wechselkurs, zu dem der Broker von seinem Kunden ein Währungspaar kaufen würde und dem Wechselkurs, zu dem der Broker das Währungspaar wieder verkaufen würde. Mit dieser simplen Rechnung verdient der Broker sein Geld, er kauft Devisen zu kleineren Preisen an und verkauft sie zu höheren Preisen und erzielt somit eine gewisse Gewinnspanne.

Bid oder auch Geldkurs

Der Bid, wie der Geldkurs auch genannt wird, ist der optimale Wechselkurs, zu dem ein Devisenhändler sein Währungspaar verkaufen kann – aber nur zu einem festgeschrieben Zeitpunkt.
Dieser Geldkurs steht beim Forex Trading für den höchsten Wechselkurs, zu dem ein Broker dazu bereit wäre ein Währungspaar zu kaufen.

Ask – der Briefkurs

Anders als beim Geldkurs, stellt der Briefkurs den optimalen Zeitpunkt und Kurswert zum Kauf eines Währungspaares dar. Der Briefkurs zeigt damit den niedrigsten Wechselkurs an, zudem ein Broker bereit ist, eine Währung abzustossen.

Charts stellen Kursbewegungen über einen bestimmten Zeitraum hinweg optisch dar

Möchte man Kursbewegungen und Kursschwankungen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes visuell darstellen, so geht dies am besten mit einem Chart. Hier kann man ganz einfach Bewegungen im Wechselkurs eines Währungspaares und Tendenzen darstellen, verfolgen und ablesen.
Das Chart ist wie ein Koordinatensystem aufgebaut. Die vertikale Achse zeigt nach rechts hin den Kurs der Währung an, wohingegen die horizontale Achse unten den Zeitraum angibt.

Japanese Candlestick Charts

Die meisten Trader nutzen Japanese Candle SticksJapanese Candlestick Charts sind bestimmte Arten von Charts, die vor allem zu Lernzwecken immer wieder gern eingesetzt werden. Diese Charts zeigen die Bewegungen im Wechselkurs an und enthalten zudem noch einige andere wichtige Informationen für den Trader.
Mehrfarbig gestaltet, weisen die verschiedenen Candlesticks des Charts darauf hin, ob ein Kurs nun gestiegen oder gefallen ist. In der Farbwahl hat der Trader freie Hand, er entscheidet welche Farbe dafür steht, dass der Kurs gestiegen und welche Farbe dafür steht, dass der Kurs gefallen ist. Bei der Herausbildung des jeweiligen Candlesticks wird die Farbe dann automatisch zugewiesen, je nach dem ob der Candlestick steigt (bullish Candlestick) – oder fällt (bearish Candlestick).
Für jeden Candlestick gibt es einen Zeitrahmen, dieser reicht von einer Minute bis zu einem Monat und nach dem Ablauf des Zeitfensters bildet sich ein neuer Candlestick. Der alte, abgelaufene Candlestick stagniert dann und zeigt keine Veränderung mehr und die Entwicklung geht auf dem neu gebildeten Candlestick weiter. Diese vollständige Herausformung eines kompletten Candlesticks richtet sich nach dem jeweiligen festgelegten Zeitraum.
Eröffnungswerte und Schlusswerte des Kurses werden am Candlestick Chart ebenso angezeigt, wie Höchstwert und Tiefstwert innerhalb des Zeitrahmens

Der Vermögenswert (Asset)

Vermögenswert oder Asset stehen für das jeweilige Handelsobjekt. Handelt man mit Öl, ist dieses der Asset, handelt man mit Währungspaaren, so sind die Währungen der Asset, beziehungsweise das Finanzinstrument.

Positionen öffnen und schließen

Verkauft man einen Asset, so bezeichnet man den Vorgang als das Öffnen der Position und steigt quasi in den Markt ein. Steigt man dann wieder aus dem Markt aus und verkauft seinen Asset, so schließt man die Position wieder. Synonym werden hierfür auch die Begriffen “Einstieg” und “Ausstieg” verwendet.

Mit Stop-Loss das Trading-Konto schützen

Das sogenannte Stop-Loss schützt das Konto eines Händlers, falss er sich verkalkuliert hat und der Handel schief geht.
Stop-Loss verhindert bei fallenden Kursen einen Geldverlust, indem man mit diesem Kommando den Handel automatisch schließt, wenn der Kurs einen bestimmten Tiefstand erreicht hat.

Das Gewinnziel

Wer sich ein Gewinnziel setzt, der steigt aus einem Handel genau dann aus, wenn diese Ziel erreicht ist und man genügend Gewinn mit dem Trade gemacht hat. Dieses freiwillige Gewinnziel bestimmt man vor der Platzierung des Handels, was bedeutet, dass man sich vorher überlegen muss und sicher sein muss, ob und wieviel Gewinn man mit dem jeweiligen Handel erzielen kann.

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