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Um keinen Rohstoff drehen sich so viele Mythen und Sagen wie um das Gold. Das Edelmetall gilt unter Laien als ausgesprochen wertbeständig, sicher und krisengeschützt.

Unter diesen Annahmen scheint es, als sei Gold eine totsichere Investition.

Trotzdem hat längst nicht jeder einen Goldbarren im Keller liegen. Macht es Sinn noch im Jahre 2014 sein Geld in Gold zu stecken, oder ist der Zug längst abgefahren?

In diesem Artikel werde ich meine Meinung zum Gold äußern und eine vorsichtige Prognose abgeben. Dazu aber später mehr.

Unser Bericht über Gold umfasst folgende Bereiche:

In Gold investieren: Sprungmarke

Was genau ist Gold eigentlich?

Wie immer in der Marktwirtschaft, wird der Preis einer Ware von Angebot und Nachfrage bestimmt. Um also Überlegungen zu zukünftigen Preisentwicklungen anstellen zu können, muss man wissen, was genau Gold ist, für wen es interessant ist und wer es in großen Mengen kauft.

Gold wird zu einem Barren gegossen

The Puzzler

Gold ist ein Edelmetall mit sehr besonderen chemischen Eigenschaften. Es ist mit Kupfer das einzige Metall, welches in reiner Form farbig ist. Der goldene Glanz hat schon immer die Menschen bezaubert und den Gedanken bestärkt, dass Gold etwas ganz besonderes ist. Ewige Zeiten war die Menschheit der Meinung, dass es magische Fähigkeiten besitzt. Aus diesem Grund wurde aus ihm Schmuck gefertigt, welcher am Körper getragen wurde.

Gold wurde als eines der ersten Metalle von urzeitlichen Menschen verarbeitet. Die frühen Menschen liebten es, da es nicht rostete, es relativ schwer ist und glänzt. Die ältesten gefundenen Goldobjekte stammen aus der Zeit von ~4.000 vor Christus.

Auf Grund seiner Beständigkeit und der Möglichkeit es problemlos in verschiedene Größen zu unterteilen, wird es seit dem 6. Jahrhundert vor Christus als Zahlungsmittel verwendet. Mit Hilfe des Goldes wurde der Warenhandel abgeschafft, was großen wirtschaftlichen Aufschwung bewirkt hat. Wer viele Goldmünzen besaß konnte sich nahezu alles kaufen.

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Gold im Hier und Jetzt

Heutzutage ist Gold noch immer ein sehr beliebtes Material für die Schmuckindustrie. Goldschmuck steht für Wohlstand und Macht. Auf Grund der chemischen Eigenschaften wird es sehr gerne in unterschiedlichen Branchen wie der Elektronik, der Optik und der Medizin verwendet.

Im Sprachgebrauch ist es fest als wertvolles Element verankert. Das drückt sich durch Metaphern wie “das schwarze Gold”, “Hüftgold” und “sich eine goldene Nase verdienen” aus.

Eine ganze Branche hat sich dem Fälschen der Goldoptik zugewandt und versorgt weltweit Menschen mit Goldimitaten. Vom Gold hängen viele Arbeitsplätze ab und etliche Menschen verdienen an dem Geschäft mit dem Edelmetall.

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Was geschieht mit dem Gold?

Gold wird für rituelle und religöse Zwecke verwendet

josef.stuefer

Wenn man in Gold investieren möchte, ist vor allem interessant, was mit dem ganzen Gold geschieht. Oft wird als Argument für einen Kauf genannt, dass die weltweit verfügbare Goldmenge begrenzt ist und der Preis somit automatisch nach und nach ansteigen müsse. Was dabei oft nicht berücksichtigt wird ist, dass regelmäßig neue Goldvorkommen gefunden werden. Hinzu kommt, dass bekannte Goldadern die aktuell als nicht wirtschaftlich förderbar gelten, durch technischen Fortschritt erreichbar werden und somit die förderbare Goldmenge ansteigt.

Ein weiterer Faktor ist, dass gewonnenes Gold nur sehr selten verloren geht. Es wird stetig recycelt und bleibt somit dem Kreislauf erhalten.

Bis zum Jahre 2011 wurden in etwa 170.000 Tonnen Gold ans Tageslicht befördert. Würde es fair unter der Menschheit verteilt werden, stünde jedem etwas mehr als 1cm³ zu.

Etwa mehr als die Hälfte des Goldes wurde zu Schmuck verarbeitet. Rund 20% befinden sich im Besitz von Währungsinstituten wie beispielsweise der FED und der EZB. 16% wurden zu Goldbarren und Münzen verarbeitet und anschließend von Privatpersonen gekauft. Etwas mehr als 10% wurden zu Kunstgegenständen verarbeitet. Dazu gehört zum Beispiel das Verarbeiten auf Bilderrahmen oder das Vergolden von Kronleuchtern.

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Die Geschichte der FIAT-Währungen

Wie bereits angesprochen löste Gold als Zahlungsmittel den Warentausch ab und revolutionierte somit den Handel. Da man so immer die passende Goldmünze parat haben musste, die Herstellung teuer war und Kriminelle leicht betrügen konnten, wurde irgendwann Gold durch Papiergeld ersetzt. Jede Banknote war ein Beleg für eine entsprechende Menge Gold, die man in der Bank hinterlegt hat. Zu jederzeit konnte man den Geldschein gegen das glänzende Edelmetall eintauschen.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts bemerkten die Staaten und Banken, dass immer weniger Menschen ihr Gold aus der Bank holten. Sie beschlossen mehr Geld zu drucken als Gold in den Tresoren lagerte und bereicherten sich auf diese Weise. Zu diesem Zeitpunkt überstieg die Geldmenge erstmals die äquivalente Goldmenge.

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Die USA entschied sich im Jahre 1933 dazu, den Goldstandard abzuschaffen, um auf diese Weise der herrschenden Deflation Herr zu werden. Das frisch gedruckte Geld sollte die Wirtschaft ankurbeln und die Bankenkrise abwenden. Als Reaktion lösten sich etliche Staaten vom Goldstandard und begannen Banknoten im großen Stil zu drucken. Dies legte den Grundstein für die heute beinahe weltweit herrschende Inflation.

In der Geschichte durften wir bereits etliche Male erleben, dass eine Währung quasi nichts mehr wert ist und man mit einem Schuhkarton voller Scheine ein Brötchen kaufen muss. In vielen Ländern ist dies aktuell der Fall. Die logische Folge ist eine Währungsreform. Man führt einfach ein neues Zahlungsmittel ein und beginnt wieder von vorn.

In Deutschland konnte man in der kurzen Geschichte des Landes bereits viele Währungsreformen erleben. Im Jahre 1871 wurden alle dazu verdonnert ihre Taler, Kreuzer und Gulden in Mark einzutauschen. Im Zeitalter der Weimarer Republik kam es zur ersten Hyperinflation und die Mark musste abgeschafft werden. Es folgte die Reichsmark. Im Zuge des zweiten Weltkrieges wurden gigantische Mengen an Banknoten gedruckt, um die Kriegskosten decken zu können. Das führte erneut zu einer intensiven Entwertung. Menschen kehrten zum Warenhandel zurück und anschließend wurde die Deutsche Mark eingeführt.

Durch die Einführung des Euros wurde eine Hyperinflation verhindert. Dennoch hatte die Deutsche Mark im Jahre 1999 bereits 25% ihrer Kaufkraft verloren.
Auch der Euro tut es den anderen Währungen gleich und hat bereits 30% seines Wertes eingebüßt.

Ausnahmslos alle FIAT-Währungen (Währungen ohne intrinsischen Wert) verlieren auf Kurz oder Lang ihre Kaufkraft und müssen ersetzt werden. Dies ist ein gewichtiges Argument für all diejenigen, die in Gold investieren möchten.

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Die Entwicklung des Goldpreises

Goldbarren und Münzen werden haufenweise verkauft

digitalmoneyworld

Obwohl die meisten Laien den Goldkurs für sehr Beständig halten, verrät ein Blick auf die Chart, dass dies nicht der Fall ist. Innerhalb der letzten Woche ist ein Abwärtstrend zu erkennen. Auch bei der Analyse des letzten Jahres wird klar, dass der Goldpreis in einer Abwärtsbewegung steckt. Selbst innerhalb der letzten drei Jahre ist Gold im Preis gefallen und befindet sich bei aktuellen 1290$ pro Feinunze.

Erst wenn man die Aufmerksamkeit auf den Preisverlauf innerhalb der letzten fünf Jahre richtet, sieht man eine Aufwärtsbewegung, welche zu Beginn sehr konstant schien.

Verschiedene technische Indikatoren deuten an, dass der aktuell herrschende Abwärtstrend eine Umkehr finden könnte. Auch aktuelle Banken- und Währungskrisen deuten darauf hin, dass ein mittelfristiger Anstieg des Goldpreises bevorstehen könnte.

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Wie kann ich in Gold investieren?

Wer an der Kursentwicklung des Goldes teilhaben möchte, hat dazu unterschiedliche Möglichkeiten. Alle von ihnen haben Vor- und Nachteile, welche ich nun etwas erleuchten möchte.

1. Der Kauf von Goldmünzen und Barren

Diese Option liegt für viele Menschen sehr nahe. Wenn man an der Preisentwicklung von Gold partizipieren möchte, kauft man sich Gold. Der Besitz von Goldmünzen und Barren hat den Vorteil, dass man etwas in der Hand hält, was im Falle eines Krieges oder einer ausgedehnten Krise einen Wert hat und gehandelt werden kann. Man wird Besitzer eines realen und seltenen Edelmetalls.

Bei realem Gold ist der Nachteil, dass man in der Regel keinen guten Einkaufskurs erhält. Das liegt an Versand-, -Lager- und Betriebskosten des Verkäufers. Hinzu kommt, dass man das Gold irgendwo lagern muss. Ein Tresor ist teuer und Banken verlangen eine monatliche Gebühr. Wer es unter dem Kopfkissen versteckt kann leicht bestohlen werden.

2. Der Kauf von Wertpapieren

Wer auf der Suche nach dem besten Goldkurs ist, wird in der Regel auf Wertpapiere stoßen. Diese bilden die Kursentwicklung des Goldes ab und mit einem Kauf wird man an einem Aufwärtstrend profitieren. Der Vorteil ist, dass man Wertpapiere schnell und unkompliziert kaufen und verkaufen kann und nahezu keine Kosten auf einen zukommen. Man muss das Gold nirgends lagern und bekommt einen guten Kurs.

Viele empfinden es jedoch als Nachteil, dass man nichts in der Hand hält und kein reales Gold besitzt.

Um Wertpapiere zu kaufen muss man mit einem guten Broker oder einer Bank zusammenarbeiten.

3. Aktien von Unternehmen aus der Goldindustrie

Oft übersehen wird, dass man auch durch den Kauf von Aktien an der Entwicklung des Goldpreises Gewinn machen kann. Hier gibt es eine gigantische Auswahl. Beispielsweise gibt es Aktien von Unternehmen die Goldminen betreiben, Gold verkaufen oder Gold verarbeiten. Der Vorteil hier ist, dass man bei der Wahl des richtigen Unternehmens besser abschneiden kann als der Goldkurs selbst und einen Anteil an einem Unternehmen besitzt. Hat man aber ein unglückliches Händchen kann man trotz steigendem Goldkurs Verluste machen.

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Solltest du nun Geld in Gold investieren?

Niemand kann dir deine persönlichen Entscheidungen abnehmen und auch du wirst immer die Konsequenzen tragen müssen. Ob du jetzt in Gold investieren solltest, hängt von deiner persönlichen Situation ab.

Folgende Kriterien sollten bei deiner Entscheidung eine Rolle spielen:

– Wie ist den Kapital verteilt?

Edelmetalle sollten nicht mehr als 25% deiner Anlagenverteilung ausmachen

– Hast du genügend ungebundenes Kapital?

Eine Versicherung küdigen oder die nächste Miete in Gold investieren ist sicher keine gute Idee. Wie es um dein Gehalt steht, verrät dir ein Gehaltsrechner!

– Wie siehst du die Zukunft des Goldpreises?

Man sollte sich bei Investitionen immer nur von seinen eigenen Vorstellungen leiten lassen.

– Investierst du kurz-, mittel, oder langfristig?

Selbst wenn die Zeichen für Gold gut stehen, wirst du eventuell einen etwas längeren

Atem benötigen, da die kurzfristige Entwicklung schwer vorhersehbar ist.

– Aus welchem Grund investierst du?

Möchtest du schnelle Gewinne, dich gegen Inflation absichern oder dein Portfolio diversifizeren?

 

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Um keinen Rohstoff drehen sich so viele Mythen und Sagen wie um das Gold. Das Edelmetall gilt unter Laien als ausgesprochen wertbeständig, sicher und krisengeschützt. Unter diesen Annahmen scheint es, als sei Gold eine totsichere Investition. Trotzdem hat längst nicht jeder einen Goldbarren im Keller liegen. Macht es Sinn noch im Jahre 2014 sein Geld in Gold zu stecken, oder ist der Zug längst abgefahren? In diesem Artikel werde ich meine Meinung zum Gold äußern und eine vorsichtige Prognose abgeben. Dazu aber später mehr. Unser Bericht über Gold umfasst folgende Bereiche: Was genau ist Gold eigentlich? Gold im Hier und Jetzt Was…

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One thought on “In Gold investieren – Sinnvoll oder Geldverschwendung?

  1. Avatar for ForexChef.de Mario Kant sagt:

    Danke für diesen sehr lesenswerten und gut aufbereiteten Artikel!

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