Der RSI Indikator ist die Wahl vieler erfolgreicher TraderDer Begriff RSI Indikator steht für „Relative Strength Index“. Neben zahlreichen weiteren Berechnungsinstrumenten zählt der RSI zu den Standard-Indikatoren innovativer Chartingtools. Er ist ein effizienter Oszillator, der Tradern dabei behilflich ist, kurzfristige Hoch- oder Tiefpunkte zu erkennen. Es handelt sich um eine „relative Stärke-Analyse“, die verdeutlicht, ob sich eine Aktie schwächer oder stärker im Vergleich zum Finanzmarkt entwickelt.

Die Namensgebung suggeriert einen Vergleich unterschiedlicher Basiswerte, um die Frage zu beantworten, welcher Wert ein Outperformer und welcher ein Underperformer ist. Allerdings trifft der RSI diese Aussage so nicht. Der RSI Indikator vergleicht in einer durch den Trader zuvor eingestellten Periode, wie stark die Kursverluste im Gegensatz zu den vorhandenen Gewinnen ausfallen. Der RSI bildet demzufolge die innere Stärke des ausgewählten Basiswertes ab, während er versucht, einige Negativaspekte des klassischen Momentum-Indikators zu eliminieren.

 

So deutest du den RSI Indikator

Dieser Preisfolgeindikator bewegt sich zwischen den Werten 0 und 100 Prozent. Liegt er oberhalb von 70, gilt er als überkauft. Ein Wert von unter 30 wird als überverkauft bezeichnet. Der RSI unterstützt die Trader darin, Trendwendepunkte einer Aktie beziehungsweise des Markts zu erkennen. Eine Trendwende kündigt sich an, wenn sich Verlaufsunterschiede zwischen Indikator und Aktienkurs abzeichnen. Der RSI sendet ein Kaufsignal, wenn der Wert unter 30 fällt und anschließend wieder ansteigt. Bewegt sich der Wert über 70, empfiehlt der Indikator, die Wertpapiere zu verkaufen. Das Kreuzen der 50-Prozent-Marke liefert gleichfalls Handelssignale. Unterhalb der 50 bewegen sich mehr Verkäufer als Käufer auf dem Markt, und der Kurs fällt. Bei über 50 sind mehr Käufer als Verkäufer aktiv und der Kurs steigt. Fällt die Aktie, während der RSI ansteigt, zeichnet sich ein Trendwechsel ab. In vielen Fällen erfolgen die Kaufsignale zu früh, was ohne den Einsatz von „Stopp-Loss“ einen signifikanten Depotverlust nach sich ziehen würde.

Zwei einfache Formeln für die ideale RSI Indikator Strategie, wobei die Berechnung heutzutage allerdings automatisch nach Zeiteingabe erfolgt.

RSI Indikator Erklärung

Um einen Bezug zwischen Auf- oder Abwärtsbewegung eines Kurses und Zeitverlauf herzustellen, muss zuerst ein gleitender Mittelwert errechnet werden. Dieser erfordert eine genau definierte Zeitspanne, die in der Regel vierzehn Tage beträgt.

RSI = 100 – (100 / (1 + U/D))

“U“ stellt den Durchschnittswert dar, wenn sich die Schlusskurse nach oben bewegen. “D“ bildet den Mittelwert ab, wenn die Kurse sich nach unten entwickeln. Beide Werte werden über denselben Zeitraum definiert.

RSI = (h/h + n)*100

“h“ bildet den Mittelwert der steigenden Kurse ab, “n“ steht für den Mittelwert der rückgängigen Kurse während der betrachteten Periode. Ergibt sich ein RSI größer 70 %, gilt der Wert als “überkauft”, bei kleiner 30 % als “überverkauft”. Manche Analysten betrachten die Werte bei größer 80 % als überkauft und bei kleiner 40 % als überverkauft. Ein Bären- oder Bullenmarkt spielt bei der Auswertung gleichfalls eine wichtige Rolle.

Fazit RSI Indikator Strategie

Der RSI ist ein idealer Oszillator, der Tradern anzeigt, ob der Markt eventuell überverkauft oder überkauft ist. Er bietet die Grundlage für optimale Ein-und Ausstiege. Er bewegt sich zwischen 0 und 100 Prozent. Steigt der RSI auf einen Wert über 50, überwiegen die Käufer im Markt, sinkt er unter 50, beherrschen die Verkäufer den Markt. Bewegt sich der RSI auf einem Wert unter 30, ist der betrachtete Vermögenswert überverkauft und der Abwärtstrend sehr wahrscheinlich beendet. Steigt der RSI auf über 70 an, ist der jeweilige Vermögenswert überkauft, was den Aufwärtstrend aller Wahrscheinlichkeit nach beendet. Die Trader können die Einstellung des Indikators erhöhen, um ihn weniger empfänglich für überverkaufte beziehungsweise überkaufte Situationen zu machen. Eine Verminderung der Einstellung macht ihn empfindlicher, weshalb er häufiger überverkaufte/überkaufte Situationen anzeigt, jedoch auch vermehrt Fehlsignale sendet. Die meisten Trader wählen eine Standardperiode von 14 Tagen.

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